Stell dir vor, du machst einen Witz über etwas, aber so sehr, dass du selbst nicht mehr weißt, ob du scherzhaft oder ernsthaft bist. Das ist Postironie. Sie tritt auf, wenn die Ironie so tief geht, dass die Grenze zwischen Witz und Wahrheit verschwommen wird.
Fangen wir einfach an: Was ist Ironie? Stell dir vor, du bringst einen Regenschirm mit, während draußen die Sonne scheint. Und du sagst: “Wunderbares Wetter für einen Regenschirm!”. Das ist Ironie — wenn deine Worte das eine sagen, aber tatsächlich etwas anderes gemeint ist.
Postironie geht noch weiter. Zum Beispiel trägst du ein Hemd mit einem sinnlosen Aufdruck, der dir anscheinend nicht gefällt. Zuerst ziehst du es aus Spaß an (Ironie), aber dann trägst du es ständig, und es ist nicht mehr klar, ob du scherzhaft bist oder es dir wirklich gefällt (Postironie).
Meta-Ironie ist, wenn du bereits über den Witz selbst scherzt. Es ist, als würdest du dir bewusst werden, dass selbst ein postironischer Witz unterschiedlich interpretiert werden kann, und du beginnst, mit dieser Mehrschichtigkeit zu spielen. Im Alltag sagst du zum Beispiel, dass du “arbeiten” wirst, wobei du sowohl einen Witz als auch die Wahrheit gleichzeitig meinst. Postironie macht in diesem Fall deine Aussage noch verwirrender, aber gleichzeitig lustig und scharf.