Also, der „kalte Krieg“ ist ein Begriff, der erfunden wurde, um den angespannten Kampf zwischen zwei Supermächten zu beschreiben: den USA und der Sowjetunion. Genauer gesagt, sie führten keinen direkten Krieg gegeneinander, wie im heißen Krieg, sondern konkurrierten ständig in allem – von Atomwaffen bis zu Raumfahrtprogrammen. Es war etwas wie ein riesiges Schachturnier, nur waren die Einsätze viel höher.
Der kalte Krieg war gekennzeichnet durch umfassende Propaganda, aktive Geheimdiensttätigkeit und Spionage zwischen den Blöcken (zum Beispiel CIA und KGB), ständigen ideologischen Kampf im Bereich Kultur, Bildung, Sport sowie durch die allgemeine Angst vor einem Atomkrieg, was zum Bau von Bunkern und zur Vorbereitung der Bevölkerung auf einen möglichen Konflikt führte.
Warum „kalt“? Weil es keinen direkten bewaffneten Konflikt zwischen den USA und der UdSSR gab, sondern es gab:
- politisches Gegeneinander,
- wirtschaftliche Konkurrenz,
- ideologischen Kampf (Kapitalismus vs. Kommunismus),
- Rüstungswettlauf (insbesondere atomar),
- Wettbewerb im Weltraum (zum Beispiel, wer zuerst im Weltraum ist),
- Stellvertreterkriege („proxy wars“), zum Beispiel in Korea, Vietnam, Afghanistan.
Der Begriff „kalter Krieg“ wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt, als die Welt begann, sich zu fragen, was vor sich ging. Und obwohl keine Bomben explodierten, war die Spannung so groß, dass man sie fast mit einem Messer schneiden konnte. Und damit du dir das besser vorstellen kannst: Es ist wie Nachbarn, die nicht miteinander reden, aber ständig durch den Zaun aufeinander achten, jeden Tag sich überlegen, wie sie beweisen können, dass ihr Haus/Garten/Hof besser ist.
Heute wird der „kalte Krieg“ immer noch verwendet, aber mehr symbolisch. Zum Beispiel, wenn von modernen internationalen Konflikten gesprochen wird, in denen die Parteien konkurrieren oder streiten, ohne offenen Konflikt. Es ist wie wenn zwei Unternehmen versuchen, sich gegenseitig Kunden abzuwerben, ohne einen direkten Angriff. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben und vieles in der Welt anders geworden ist, sind diese „kalten“ Methoden des Wettbewerbs nicht verschwunden.