Reader — ist ein elektronisches Gerät, das in erster Linie zum Lesen von digitalen Büchern und Dokumenten entwickelt wurde. Es wird auch eBook, e-Reader oder mit dem englischen Wort e-reader bezeichnet.
Äußerlich ähnelt der Reader tatsächlich einem kleinen Tablet, funktioniert jedoch anders. Der Hauptunterschied ist der Bildschirm. In den meisten modernen Modellen wird die Technologie elektronisches Papier verwendet, dessen bekannteste Variante E Ink ist. Gerade dank dieses Displays ist der Reader angenehm für längeres Lesen.
Wie der Bildschirm des Readers funktioniert
Ein gewöhnliches Display eines Smartphones oder Tablets strahlt ständig Licht aus und aktualisiert das Bild viele Male pro Sekunde. Der Bildschirm aus elektronischem Papier verhält sich anders: Er bildet das Bild mit Hilfe von mikroskopisch kleinen Partikeln im Display und kann danach die Seite fast ohne Energieverbrauch halten.
Visuell ähnelt ein solcher Bildschirm mehr gedrucktem Text als einem Bild auf einem Monitor. Er lässt sich bei Tageslicht gut lesen und erzeugt in der Regel keine typischen Reflexionen, die bei glänzenden Bildschirmen auftreten.
Viele Reader verfügen über eine integrierte Beleuchtung. Dabei wird das Licht auf die Oberfläche des Bildschirms gerichtet und nicht direkt in die Augen, wie bei den meisten LCD- und OLED-Displays. In einigen Modellen kann auch die Farbtemperatur geändert werden — zum Beispiel kann die Beleuchtung abends wärmer eingestellt werden.
Warum der Reader so lange ohne Aufladung funktioniert
Elektronisches Papier verbraucht die meiste Energie hauptsächlich beim Wechseln des Bildes, zum Beispiel wenn der Leser die Seite umblättert.
Deshalb kann der Akku des Readers deutlich länger halten als der eines Smartphones oder Tablets. Je nach Modell, Beleuchtung, drahtlosen Funktionen und Lesedauer kann die Ladung von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen reichen.
Die Autonomie ist einer der Gründe, warum Reader beim Reisen praktisch sind: Sie müssen nicht jeden Abend aufgeladen werden.
Was man auf dem Reader lesen kann
Reader unterstützen elektronische Bücher in verschiedenen Formaten. Die häufigsten sind:
- EPUB;
- PDF;
- TXT;
- HTML;
- MOBI und andere Formate, abhängig vom spezifischen Gerät.
Die Unterstützung von Formaten variiert zwischen den Herstellern, daher sollte man vor dem Kauf die Eigenschaften des spezifischen Modells überprüfen.
Am angenehmsten ist es, auf dem Reader Bücher in Formaten wie EPUB zu lesen, bei denen sich der Text automatisch an die Bildschirmgröße anpasst. Der Leser kann die Schriftart, deren Größe, den Zeilenabstand und die Ränder ändern.
Bei PDF ist die Situation komplizierter. Eine PDF-Seite hat normalerweise ein festes Layout, weshalb große Dokumente, Zeitschriften, Lehrbücher oder Tabellen auf einem kleinen Bildschirm nicht sehr bequem angezeigt werden können. Für solche Materialien sind Reader mit einem größeren Display besser geeignet.
Reader und Tablet — nicht dasselbe
Der Reader hat eine deutlich engere Bestimmung als das Tablet.
Auf einem Tablet kann man Videos ansehen, mit dem Browser arbeiten, Apps, Spiele, Messenger und soziale Netzwerke nutzen. Der Reader ist in erster Linie auf Text ausgerichtet.
Das ist gleichzeitig eine Einschränkung und ein Vorteil.
Das Tablet ist universeller, aber sein helles, farbiges Display, die kürzere Akkulaufzeit und ständige Benachrichtigungen können vom Lesen ablenken. Der Reader hingegen versucht in der Regel nicht, den Computer oder das Smartphone zu ersetzen. Seine Aufgabe ist es, einen bequemen Zugang zu Büchern zu bieten.
Es gibt auch farbige Reader mit elektronischem Papier, aber in Bezug auf Farbsättigung und Anzeigegeschwindigkeit unterscheiden sie sich dennoch von gewöhnlichen Tablets. Solche Geräte können nützlich für Comics, Diagramme oder Bücher mit Illustrationen sein, aber ihr Hauptmerkmal bleibt dasselbe — das Display auf Basis von elektronischem Papier.
Warum der Reader bequemer ist als ein gedrucktes Buch
Der Hauptvorteil ist offensichtlich: Ein kleines Gerät kann eine große Bibliothek enthalten.
Das ist besonders spürbar auf Reisen. Anstelle mehrerer gedruckter Bücher kann man einen Reader mitnehmen und vor Ort entscheiden, was man lesen möchte.
Es gibt auch weniger offensichtliche Vorteile. In den meisten Readern kann man:
- die Schriftgröße vergrößern oder verkleinern;
- Wörter im Text suchen;
- Lesezeichen und Notizen hinterlassen;
- Textstellen hervorheben;
- auf integrierte Wörterbücher zugreifen;
- den Lesefortschritt synchronisieren, wenn der Dienst dies unterstützt.
Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, kleine Schrift zu lesen, kann die Möglichkeit, die Textgröße zu ändern, viel wichtiger sein als die Kompaktheit des Geräts selbst.
Kann der Reader gedruckte Bücher vollständig ersetzen?
Nicht unbedingt.
Der Reader löst in erster Linie eine praktische Aufgabe: Er ermöglicht es, viele Bücher in einem leichten Gerät zu speichern und sie auf einem Bildschirm zu lesen, der speziell für Text geeignet ist.
Ein gedrucktes Buch hat andere Vorteile. Es benötigt keine Aufladung, ist nicht von Software oder Dateiformaten abhängig, und für viele Leser sind auch das physische Medium, das Design der Ausgabe und das Lesegefühl wichtig.
Deshalb können Reader und gedruckte Bücher durchaus koexistieren. Gedruckte Ausgaben bleiben zu Hause im Regal, während das elektronische Gerät bequemer für Reisen oder für Bücher ist, die man nicht im physischen Format kaufen möchte.
Worauf man bei der Auswahl eines Readers achten sollte
Zunächst einmal ist die Bildschirmgröße wichtig. Kompakte Modelle sind bequemer zu transportieren, während größere besser für PDF, Lernmaterialien und Dokumente mit komplexem Layout geeignet sind.
Es lohnt sich auch, auf Folgendes zu achten:
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Beleuchtung — ob sie vorhanden ist und ob man ihre Temperatur ändern kann;
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Pixel-Dichte — davon hängt die Schärfe des Textes ab;
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unterstützte Formate — besonders wenn man bereits eine eigene Bibliothek elektronischer Bücher hat;
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Speicherkapazität — für gewöhnliche Bücher benötigt man in der Regel nicht viel, aber Hörbücher und große PDFs nehmen deutlich mehr Platz ein;
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Wasserschutz — nützlich für das Lesen unterwegs, am Strand oder in der Badewanne;
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Touch-Steuerung und Blättertasten — hier hängt die Wahl hauptsächlich von persönlichen Vorlieben ab.
Einige Modelle unterstützen einen Stylus und handschriftliche Notizen. Das ist nicht mehr nur ein kompaktes elektronisches Buch, sondern ein Gerät, das man auch für die Arbeit mit Dokumenten und Lernmaterialien verwenden kann.
Für wen ist der Reader wirklich nützlich?
Die meisten Vorteile des Readers spüren Menschen, die regelmäßig lesen.
Er ist besonders praktisch, wenn man viel unterwegs lesen muss, keine schweren Bücher tragen möchte, eine größere Schrift benötigt oder mehrere Ausgaben zur Hand haben möchte.
Wenn jedoch jemand ein oder zwei Bücher pro Jahr liest und mit seinem Smartphone oder gedruckten Ausgaben vollkommen zufrieden ist, kann ein separates Gerät einfach überflüssig sein.
Deshalb sollte man den Reader nicht als „Tablet nur für Bücher“ betrachten, sondern als eine eigene Art von Gerät. Er hat bewusst weniger Funktionen, dafür sind sein Bildschirm, die Akkulaufzeit und die Softwaremöglichkeiten auf eine bestimmte Aufgabe — komfortables Lesen — abgestimmt.