Misantroph (von griech. misos — Hass + anthrōpos — Mensch) — ein Mensch, der eine negative Einstellung zur Menschheit hat und sie oft als verdorben, lügnerisch oder dumm betrachtet. Es ist eine Person, die den Kontakt zu anderen Menschen meidet, die die menschliche Gesellschaft nicht mag oder misstrauisch und verächtlich gegenüber Menschen im Allgemeinen ist.
Ein Misantroph ist eine Person, die Menschenmengen und soziale Kontakte meidet, eine Abneigung gegen laute Gesellschaften, Versammlungen, Partys empfindet und oft die Einsamkeit oder den Kontakt nur mit einem engen Kreis von Auserwählten bevorzugt. Solch eine Person liebt es nicht nur nicht, unter anderen zu sein — sie kann innere Erschöpfung durch die Anwesenheit vieler Menschen oder sogar Irritation aufgrund der Oberflächlichkeit oder Aufdringlichkeit sozialer Bindungen empfinden.
Ein Misantroph glaubt, dass die meisten Menschen egoistisch, heuchlerisch oder unmoralisch sind. Er neigt dazu, die Gesellschaft als verdorben, betrügerisch, eigennützig und lügenhaft zu betrachten, misstraut oft den guten Absichten anderer und sieht hinter äußerer Höflichkeit verborgene Vorteile.
Insgesamt hat eine solche Person eine pessimistische Sicht auf die Gesellschaft — sie erwartet weder moralischen Fortschritt, noch Aufrichtigkeit, noch Menschlichkeit von ihr. Im Inneren kann ein Misantroph die Gesellschaft als ein Umfeld wahrnehmen, in dem es schwierig ist, ehrlich und gut zu bleiben, da das Wertesystem seiner Meinung nach längst seinen moralischen Grundsatz verloren hat.