Wenn wir ein neues Smartphone oder einen Computer kaufen, sind einige Programme bereits betriebsbereit. Andere müssen wir selbst herunterladen und installieren. Dieser Prozess wird oft als Installation bezeichnet. Aber was passiert wirklich, nachdem man auf die Schaltfläche „Installieren“ gedrückt hat, und warum kann man nicht jedes heruntergeladene Programm sofort starten?
Installieren bedeutet, Software auf einem Gerät zu installieren und es betriebsbereit zu machen. Dementsprechend ist Installation der Prozess der Installation, und Installer ist ein spezielles Programm, das diesen Prozess steuert.
Das Wort stammt vom englischen install, was „installieren“, „montieren“ oder „platzieren“ bedeutet. In der Computerwelt werden die Begriffe „installieren“ und „einrichten“ normalerweise synonym verwendet. Zum Beispiel bedeuten die Phrasen „Browser installieren“ und „Browser einrichten“ die gleiche Handlung. Die zweite Variante klingt im alltäglichen deutschen Sprachgebrauch natürlicher, während die erste häufiger im IT-Umfeld zu hören ist.
Installation ist nicht nur das Kopieren einer Datei
Auf den ersten Blick scheint alles sehr einfach: Der Benutzer drückt eine Taste, wartet einen Moment – und auf dem Bildschirm erscheint das Symbol des neuen Programms. Tatsächlich kann das System in dieser Zeit eine ganze Reihe von Operationen ausführen.
Die Programmdateien werden entpackt und in die entsprechenden Ordner kopiert. Das Betriebssystem speichert Informationen über die installierte Software, erstellt Verknüpfungen, wendet die Standardeinstellungen an und bestimmt, welche Dateitypen das neue Programm öffnen kann. Manchmal werden zusammen mit dem Programm zusätzliche Komponenten installiert, ohne die es nicht richtig funktionieren würde.
Zum Beispiel benötigt ein Grafikeditor möglicherweise Bibliotheken zur Bildbearbeitung, ein Spiel – Komponenten zur Grafik- und Audioausgabe, und ein Drucker – einen Treiber, der dem Betriebssystem hilft, mit dem Gerät zu interagieren.
Somit überträgt die Installation nicht nur das Programm auf den Computer, sondern fügt es auch der vorhandenen Softwareumgebung hinzu.
Wie der Installer funktioniert
Für die Installation vieler Programme wird ein Installer verwendet, der auch als Installationsassistent bezeichnet wird. Er enthält die benötigten Dateien oder lädt sie aus dem Internet herunter, platziert sie in den entsprechenden Ordnern und führt die Erstkonfiguration durch.
Während der Installation kann dem Benutzer Folgendes angeboten werden:
- einen Installationsordner auszuwählen;
- den Lizenzbedingungen zuzustimmen;
- die Sprache der Benutzeroberfläche festzulegen;
- eine Verknüpfung auf dem Desktop zu erstellen;
- die benötigten Komponenten auszuwählen;
- der Software zu erlauben, Änderungen am System vorzunehmen.
Oft genügt es, mehrmals auf „Weiter“ zu klicken, aber es ist nicht ratsam, dies zu tun, ohne die angebotenen Bedingungen zu lesen. Einige Installer versuchen, zusammen mit dem Hauptprogramm zusätzliche Software zu installieren, die Suchmaschine zu ändern oder Erweiterungen für den Browser hinzuzufügen. Daher ist es ratsam, vor der Bestätigung zu überprüfen, womit genau man einverstanden ist.
Herunterladen und Installieren sind nicht dasselbe
Die Begriffe „herunterladen“ und „installieren“ werden oft verwechselt, obwohl sie verschiedene Phasen bezeichnen.
Herunterladen ist das Übertragen einer Datei aus dem Internet auf ein Gerät. Zum Beispiel haben Sie auf der offiziellen Website das benötigte Programm gefunden und den Installer heruntergeladen. Die Datei ist bereits auf dem Computer gespeichert, aber das Programm selbst ist möglicherweise noch nicht betriebsbereit.
Installation beginnt, wenn Sie die heruntergeladene Datei ausführen und dem System erlauben, das Programm zu installieren. Nach Abschluss dieses Prozesses erscheint es normalerweise in der Liste der installierten Software und kann verwendet werden.
Auf Smartphones ist der Unterschied zwischen diesen Phasen kaum wahrnehmbar. App-Stores wie Google Play und der App Store führen beide Operationen automatisch aus: Zuerst laden sie die benötigten Dateien herunter und installieren dann die Anwendung. Der Benutzer sieht nur eine Schaltfläche, obwohl das System nacheinander mehrere Aktionen ausführt.
Nicht alle Programme müssen installiert werden
Nicht jedes Programm erfordert eine traditionelle Installation. Es gibt sogenannte portierbare Software, die ohne Installation ausgeführt werden kann. Normalerweise genügt es, ein Archiv herunterzuladen, es zu entpacken und die entsprechende Datei zu öffnen. Solche Programme können auf einem USB-Stick gespeichert und auf verschiedenen Computern verwendet werden.
Die meisten Webanwendungen müssen ebenfalls nicht installiert werden. Online-Editoren, E-Mail-Dienste, Cloud-Speicher und andere Tools funktionieren im Browser. Ihre Benutzeroberfläche kann sich kaum von einem herkömmlichen Programm unterscheiden, jedoch werden ein erheblicher Teil der Daten auf entfernten Servern verarbeitet.
Das bloße Entpacken eines Archivs ist auch nicht immer eine Installation. Wenn eine Installationsdatei enthalten ist, muss diese ausgeführt werden. Wenn das Programm jedoch portierbar ist, ist es nach dem Entpacken bereits betriebsbereit.
Automatische und benutzerdefinierte Installation
Bei der automatischen Installation verwendet das System die Standardeinstellungen, bestimmt selbst die Ordner und installiert die vom Entwickler vorgesehenen Komponenten. So werden normalerweise mobile Anwendungen und die meisten einfachen Computerprogramme hinzugefügt.
Die benutzerdefinierte Installation gibt dem Benutzer mehr Kontrolle. Man kann den Speicherort der Dateien festlegen, die benötigten Komponenten auswählen oder auf zusätzliche Angebote verzichten. Diese Option ist für erfahrene Benutzer praktisch, erfordert jedoch ein Verständnis der angebotenen Optionen.
In großen Unternehmen und Bildungseinrichtungen wird auch eine zentrale Installation eingesetzt. Der Systemadministrator kann die benötigte Software remote auf Dutzenden oder Hunderten von Computern installieren oder aktualisieren.
Updates, Neuinstallation und Deinstallation
Nach der Installation benötigt das Programm häufig Updates. Damit fügen die Entwickler neue Funktionen hinzu, beheben Fehler und schließen Sicherheitslücken. Moderne Software lädt und installiert solche Updates oft automatisch.
Wenn das Programm nicht mehr richtig funktioniert, wird es manchmal neu installiert: Es wird gelöscht und dann erneut installiert. Dies kann helfen, beschädigte Dateien zu ersetzen und die Standardeinstellungen wiederherzustellen. Allerdings löst die Neuinstallation nicht alle Probleme, da einige Daten auf dem Gerät verbleiben können, selbst nachdem das Programm gelöscht wurde.
Der umgekehrte Prozess zur Installation wird Deinstallation genannt. Dies ist das korrekte Entfernen des Programms zusammen mit den zugehörigen Komponenten und Systemeinträgen. Daher sollte man nicht einfach den Ordner mit den Programmdateien löschen: Danach können überflüssige Verknüpfungen, Einstellungen und andere Daten im System verbleiben. Es ist besser, die Löschfunktion in den Geräteeinstellungen oder den vom Entwickler vorgesehenen Deinstaller zu verwenden.
Warum es wichtig ist, Installer aus vertrauenswürdigen Quellen herunterzuladen
Ein Installer kann die Erlaubnis erhalten, Dateien zu kopieren und Systemeinstellungen zu ändern. Deshalb werden manchmal unter dem Deckmantel eines nützlichen Programms Viren, Spyware und andere schädliche Software verbreitet.
Am sichersten ist es, Programme von den offiziellen Websites der Entwickler, App-Stores und geprüften Repositories herunterzuladen. Vor der Installation sollte man auf den Dateinamen, seine Herkunft und die Liste der Berechtigungen achten. Wenn ein gewöhnlicher Taschenrechner Zugriff auf Kontakte, Kamera, Mikrofon und Standort anfordert, sollte das mindestens misstrauisch machen.
Man sollte auch die Warnungen des Betriebssystems nicht ignorieren. Diese bedeuten nicht unbedingt, dass die Datei schädlich ist, können jedoch darauf hinweisen, dass das System ihre Herkunft oder den Herausgeber nicht überprüfen konnte.
Kann man Türen oder Geräte installieren?
Das englische install bezieht sich nicht nur auf Computerprogramme. Es kann auch die Installation von Geräten, Technik, Beleuchtung oder verschiedenen Konstruktionen bedeuten. Unter dem Einfluss des Englischen wird das Wort „installieren“ manchmal auch im Deutschen verwendet: Zum Beispiel spricht man von der Installation eines Türsystems, einer Klimaanlage oder von Solarpanels.
Diese Formulierung ist verständlich, insbesondere im professionellen und technischen Umfeld. In den meisten alltäglichen Texten klingt es jedoch natürlicher zu sagen „eine Klimaanlage installieren“, „ein Türsystem montieren“ oder „Ausrüstung installieren“. Das Verb „installieren“ wird im Deutschen in erster Linie mit Software assoziiert.
Gleichzeitig bezeichnet Installation eine Form der modernen Kunst – eine räumliche Komposition, die aus Objekten, Bildern, Licht, Klang und anderen Elementen besteht. Dies ist eine separate Bedeutung des Wortes, die nicht mit der Installation von Computerprogrammen verbunden ist.
Somit bedeutet das Installieren eines Programms nicht nur, die Datei herunterzuladen, sondern die benötigten Komponenten korrekt zu platzieren, die Einstellungen anzuwenden und die Software für die Interaktion mit dem Betriebssystem vorzubereiten. Auf modernen Smartphones und in App-Stores ist der größte Teil dieses Prozesses für den Benutzer verborgen. Doch hinter der gewöhnlichen Schaltfläche „Installieren“ steht eine ganze Abfolge von Aktionen, die es dem neuen Programm ermöglichen, ein vollwertiger Bestandteil des Geräts zu werden.